Kinderleben -Eine Zukunft für Strassenkinder in Mae Sai
Als 2.Vorsitzender des Vereines
"Kinderleben Eine Zukunft für Strassenkinder in Mae Sai e.V."
Flog ich am 18.03.02 nach Thailand um in Mae Sai die letzten Details des
Traumes ChildlifeVision 2002 zu klären. Am Samstag den 30.03.2002
war es endlich soweit, in einer Feier mit Gästen auf dem neuen Gelände fiel der Startschuß für den Traum.
Neben meiner Aufgabe als 2. Vorsitzender bin ich Webmaster dieser Seite, in dieser
Funktion schrieb ich am 19.11.00 folgendes in unser Gästebuch

(Auszug kompletter Text unter http://www.kinderleben.org/guestbook9.htm):
s
eit heute ist diese Homepage in einer ersten Version nun online. Ich hoffe es ist mir gelungen,
das "Projekt Kinderleben Strassenkinder in Mae Sai" einiger massen übersichtlich vorzustellen. Der Besucher dieser HP kann vielleicht nicht nachvollziehen wie mich die Gestaltung der HP
als Webmaster Gefühlsmässig belastete. Als totaler Anfänger benötigte ich viele Stunden das
zu schaffen, was die HP jetzt ist, Stunden in denen es nicht nur um die Webtechnik ging. Mit
jedem Bild, jedem Satz des Wordings musste ich mich gedanklich von Hier lösen und versuch-
en mich in das Projekt reinzudenken. Speziell bei der Bearbeitung der Bilder wurde es mir oft
schwer ums Herz, wurden mir die Gegensätze zwischen Hier und Dort bewusst.
Bei meinem Besuch von 19.03. bis 02.04.02 erlebte ich nun die nackte, ungeschminkte Wirklichkeit. Aus
Bildern wurden kleine Menschen, Kinder die Reden, Singen, Lachen und Weinen, nette, liebe Kinder trotz
ihrer meist leidvollen Geschichten. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und sie mich und so fühlte ich
mich vom ersten Augenblick an Zuhause. Eigentlich war ich ja zum Arbeiten gekommen,doch auch das war ja
Mitten unter den Kindern, ich war Mitglied einer Familie mit ca. 50 Kindern und
6 Erwachsenen, einer intakten Familie, zusammen geschweißt durch ein hartes
Schicksal. Besonders die kleinen Mädchen weinten manchmal, auf meinem Arm
wurden sie ruhig, durch Worte gesprochen in einer Sprache, die sie nicht verstan-
den. Doch sie gaben zurück was sie bekamen. Wenn ich mit sorgenvollem Gesicht
da saß und mal wieder rechnete wie wir das Alles finanzieren sollen, dann waren
sie da, spielten direkt bei mir lächelten mir zu und sprachen in ihrer Sprache zu mir
und das gab mir Kraft Alles zu tun , damit sie auch zukünftig lächeln können.
Ich durfte als Mensch in den zwei Wochen soviel erleben, das hat mich emotional aufgewühlt, ich habe dazu
auch die passenden Bilder, als Webmaster fehlen mir aber die Worte die das nüchtern wiedergeben könnten
was ich empfunden habe. Ich werde versuchen hier Schritt für Schritt die 14 Tage zu dokumentieren, in Worten
und in Bildern, wobei ich von hier aus nur Links zu den entsprechenden Berichten machen werde.
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