Kinderleben -Eine Zukunft für Strassenkinder in Mae Sai
Nasso ein süßes kleines Mädchen
Sie war die Erste die Kontakt zu mir aufnahm, schon am ersten Abend
sprach sie mich lächelnd mit "Hey Du" an und landete bald auf meinem
Arm, den sie danach immer öfters suchte.
 

Nasso strahlt einen Charme
aus dem man sich einfach
nicht entziehen kann, als
Nesthäkchen ist sie zudem
sehr anhänglich.
Wo ich auch war, Nasso tauchte auf, spielte in meiner Nähe und lächelte mich dabei immer wieder an, sie fühlte
sich wohl in meiner Nähe und ich mich in ihrer. Wen wundert es da, daß es Nasso ist, von der ich die meisten Bilder habe. Besonders Nasso war es die spürte,
wenn ich mal wieder mit meinen Unterlagen und Rechen-
maschine am Tisch saß und resignieren wollte. Sie redete dann zu mir lächelte mich an oder spielte neben oder
unter mir, oder kam auf meinen Schoß gekrochen und sagte "Hey Du Bernd", und das wirkte
Doch ich mußte erleben, daß auch Nasso ihre traurige Geschichte hat. Bei der Verteilung einer Kleiderspende
Abends bekam sie eine Bluse und fing herzzerreißend an zu Weinen. Ich nahm sie auf den Arm drückte sie und
redete mit ihr wie mit meinen Kindern früher in solchen Situationen. Sie verstand die Worte nicht, spürte aber
wie sie gemeint waren und beruhigte sich. Von Ngaow erfuhr ich später folgendes: Nasso, 5 Jahre, Lahu und
Thai ist mit ihrer 10jährigen Schwester Nacha da. Der Vater lebt nicht mehr, die Kinder lebten mit der Mutter
von der Müllhalde. Die Mutter hatte Nasso versprochen, nach Bangkok zu gehen um
soviel Geld zu verdienen,
daß sie Nasso schöne Kleider kaufen könne. Am Tag vorher hatte Nasso erfahren, daß ihre Mutter ins
Gefängnis gesteckt wurde. Daran dachte sie, als sie die schöne Bluse bekam, von fremden Menschen, nicht
wie versprochen von der Mutter, arme kleine Nasso, wir haben Dich lieb.
--Nachfolgend weitere Bilder von Nasso.
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