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Kinderleben
-Eine
Zukunft für Strassenkinder
Partner von "RASMI" (Rural and Social Management Institute) für das Projekt "Schule des Lebens" |
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Kindergeschichten
vom Kommen und Gehen, vom Leben und Sterben.
Bill, der Junge, der damals seinen sterbenden Vater mit dem Auto nach Hause fuhr, hatte kuerzlich auch seine AIDS-kranke Mutter verloren, die zum Sterben nach Pongkum zurueckgekehrt war. Nun ist er selbst ums Leben gekommen. Er hatte in den letzten Wochen in engem Kontakt mit uns seine uralten Grosseltern betreut. Am letzten Wochenende war er nochmal auf der Farm. Joy meinte, er habe unbewusst auf Wiedersehen gesagt. Gestern knallte er mit einem Motorrad gegen einen Strommast und brach sich das Genick. Sein Freund, der mitfuhr, kam mit Verletzungen davon. aus mail von Prof. Dr. Jürgen Zimmer vom 27.08.04 |
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gestorben
26.08.04 ![]() |
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Kindergeschichten: Noppharat "Bill" Yaitong, 12 Jahre Stand 12/ 2003: Bill ist der Junge, der seinen sterbenden Vater im Auto an einer Polizeikontrolle vorbei nach Hause fuhr. Seine Mutter war damals verschwunden. Jetzt kam sie zurück. Im Dorf hatte man sie als Rabenmutter bezeichnet. Sie schämte sich, nimmt Diskriminierungen im Dorf auf sich und will sich mehr um Bill kümmern. Bill besucht die High School im Dorf Doi Saket. Von der Schule bekam er zwei Kühe geliehen. Wenn die Kühe gekalbt haben, bringt er die Muttertiere der Schule zurück und kann die Kälber behalten. Bill lebt nun mit seiner Mutter in Pongkum. Wir unterstützen ihn mit Schulgeld, Schulkleidung und Essensgeld. Bill will nach dem Tod seiner Mutter zur Schule des Lebens zurückkommen. |
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Vorgeschichte:
DIE
LETZTE FAHRT Als der verdutzte Polizist das fahrerlose, klapprige Pickup-Auto
die Landstraße entlangkommen sah, schwang er sich aufs Motorrad, fuhr
hinterher, holte es ein und sah durchs Seitenfenster einen kleinen Jungen
am Steuer. Der Polizist stoppte den Wagen
und fragte den Jungen, ob er spinne. Der Junge zeigte auf den Rücksitz und antwortete, dort läge sein sterbender Vater. Der aidskranke Vater habe sich gewünscht, zu Hause zu sterben. Deshalb führe er jetzt von Pongkum nach Lampun. Der Polizist sah den von blutigen Geschwüren gezeichneten Vater und winkte den Jungen durch. So fuhren Bill, damals zehn Jahre alt, und sein Vater die fünfzig Kilometer von Pongkum nach Lampun. Am Nachmittag kamen sie an. Niemand war dort. Gegen Abend starb der Vater. Irgendwo, weit weg, wartet die aidskranke Mutter auf ihren Tod. Früher war sie Kellnerin, aber als Bill sie zum letzten Mal gesehen hat, hatte man sie ihrer Krankheit wegen in einen Verschlag neben der Küche zum Tellerwaschen geschickt. Bill möchte Naturwissenschaftler werden und ist ein begnadeter Flötist. Er spielt die traditionelle Thai-Flöte und kann stundenlang auf ihr improvisieren. Wo er das Autofahren gelernt hat? Mit acht Jahren, einfach durchs Hingucken, wenn sein Vater fuhr. |
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