Kinderleben -Eine Zukunft für Strassenkinder
Partner von "RASMI" (Rural and Social Management Institute)
für das Projekt "Schule des Lebens"
Kindergeschichten: Ching, siebzehn Jahre

Aktuelle Entwicklung: Ching, die Schwester von Nai und Long, ist
nun auch dazu gekommen. Sie hatte einen Weile allein im Dschungel
gelebt und gesagt, sie würde vor nichts Angst haben. Hatte sie auch
nicht. Sie lieh sich von einer Freundin ein leichtes Motorrad, für
morgens über schmale Pfade Richtung Doi Suthep, besuchte dort die
Sekundarschule bis 16:00 Uhr, arbeitete danach in Chiang Mai, mehr
als 40 Kilometer von ihrer Hütte entfernt, von 18:00 Uhr bis 2:00 Uhr
nachts in einem Coffee Shop, fuhr zurück zu ihrer Hütte, schlief dort
viel zu kurz, fuhr frühmorgens wieder zur Schule und kam dort völlig
übermüdet an. Dies, sagte sie, als sie um Aufnahme in der Schule
des Lebens bat, sei nun doch zu viel gewesen. Sie ist eine starke
Persönlichkeit, ernst, umsichtig, und entwickelt sich in der Schule,

seit sie genügend Schlaf findet, aufwärts. Täglich nimmt sie ihren
Bruder Long mit aufs Mottorad und fährt zur Sekundarschule.Dort
achtet sie auf Joe, der ebenfalls die Sekundarschule besucht und nun
nicht mehr schwänzen soll. Ching ist, um es mit einem Begriff der
modernen Pädagogik zu benennen, zum Peer Educator von Joe
geworden. Ching möchte nach erfolgreichem Abschluß der Sekundar-
schule ein Studium für das Hotelgewerbe absolvieren. Wir hoffen die
Spendenmittel zu bekommen, um ihr das zu ermöglichen, eventuell
sogar einen Sponsor zu finden, der dann gezielt Ching's Studium
unterstützt.

Vorgeschichte: Siehe, bei Ching's Geschwister Nai und Long.
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