Kinderleben -Eine Zukunft für Strassenkinder
Partner von "RASMI" (Rural and Social Management Institute)
für das Projekt "Schule des Lebens"
Konzept / Lernorte

Ökologische Landwirtschaft: Dient der experimentellen
Erkundung von Möglichkeiten ökologischer Landwirtschaft.
Hier können Studien zum chemiefreien Wachstum landwirt-
schaftlicher Produkte betrieben werden. Der Umgang mit
nützlichen und schädlichen Insekten kann ebenso Thema
sein wie die Wiederansiedlung von bedrohten Schmetterlings-
und Vogelarten. Es geht neben der Herstellung auch um den Vertrieb der Produkte, um die Erschließung von Marktnischen.

Tourismus: Zu den späteren beruflichen Möglichkeiten der
Jugendlichen gehört die einer Tätigkeit im Bereich des kulturell
sensitiven Tourismus. Früh übt sich: Kinder können lernen,
Pfade in den Wald zu legen, den der Heilpflanzen,
der wilden
Gemüse und Früchte, der Insekten oder der Naturfarben; sie
lernen den Wald als einen nachhaltig
zu bewirtschaftenden Supermarkt kennen, aus dem man viel von dem beziehen kann, was
man zum Leben braucht. Sie können Kenner ihrer Region, der
Dörfer, der Märkte, der heißen Quellen, der Natur- und Kultur-
landschaft werden und Gäste teilhaben lassen
.
Ernährung: Der Lernort kann ein Bistro auf der Farm sein mit Jugendlichen als Köchen und Experten
für nordthailändische Spezialitäten. Hier können Gäste nicht nur über die Schultern der jungen Köche
schauen, sondern auch eigene Rezepte aus fernen Heimatländern beisteuern.

Körper & Seele: Die Förderung psychosozialer und körperlicher Entwicklung wird als integrierter
Prozess verstanden. Gesundheits- und sportdidaktische Anteile des Curriculum treffen sich mit
psychologisch- therapeutischen. Ein Spa als Lernort kann thailändisch-buddhistische Traditionen
mit modernen Erkenntnissen des Body Treatment zusammenführen. Ein Kinderzirkus als Lernort
kann das Vergnügen an Akrobatik mit Entrepreneurship verbinden.
Kultur & Entwicklung: Die Tänze und die Musik Nordthailands
können gepflegt und das Kunsthandwerk erlernt werden. Zugleich
kann Neues in interkulturellen Begegnungen entstehen. Workshops
mit einheimischen und internationalen Gästen, die Kinder und
Jugendliche einschließen, regen eigene Produktionen an. Die
Kinder sind tief im Buddhismus verwurzelt. Zugleich erleben sie
Werte, die auch anderen Religionen zugrunde liegen: die Achtung
vor dem Leben, die Fürsorge für Bedürftige, die Würde des
Menschen, die Liebe zur Natur.
Angewandte Naturwissenschaften: Das Labor rüstet Kinder mit praktikablem Wissen für ihre
Projekte aus und schickt sie zugleich auf eine Zeitreise in die Geschichte naturwissenschaftlicher
Expermente und Entdeckungen. Wie gingen die Menschen der Steinzeit mit Werkzeu­gen um? Wie
nutzten sie im Mittelalter die Gesetze der Schwerkraft? Wie wurde Dampf als Antriebsenergie
entdeckt? Wie baut man ein Wasserrad, und wie funktioniert ein Dynamo? Warum brauchen Pflanzen
Licht? Wie kann man Sonnen­kollektoren bauen? Kinder sind Erfinder, die Alchimisten werden und
den Stein der Weisen entdecken wollen.


Kommunikation: Die Kinder werden zweisprachig aufwachsen und die thailändische sowie die
englische Sprache lernen. Erwachsene werden entweder – der Immersionsmethode folgend –
thailändisch oder englisch kommunizieren. Vom Englisch auf der Farm profitieren auch die Lehrer der
Schule im nahen Dorf Pongkum; sie wollen selber Englisch lernen, um es unterrichten zu können.
Kommuniziert wird auch via Internet. Die Kinder werden über interaktive Software mit dem Computer
vertraut gemacht, sie lernen, über e-mails zu korrespondieren und sich Zugang zu Wissen zu
verschaffen.
Internationale Erziehung: Die Vereinten Nationen haben ein Curriculum
„Global Concerns and the United Nations“ entwickelt, das in plausibler
Weise die Zusammenhänge von „global & local concerns“ herstellt und
Handlungschancen vor Ort eröffnet. Dieses Curriculum kann Teil einer
internationalen und interkulturellen Erziehung sein, die Kindern hilft, ihre
Position zu bestimmen und zugleich zu verstehen, dass wir in der einen
Welt leben.
Bauen und Wohnen: Die Kinder werden in die Planung und Entwicklung des kleinen Dorfes auf der
Farm einbezogen. Das Dorf wird sich um eine Haupthalle gruppieren, die Markt und Treffpunkt ist.
Neben den Labors, den Lern- und Handlungsorten wird es Unterkünfte für jene Kinder geben, die
anderswo nicht leben können. Die Architektur nutzt das traditionelle Wissen um die Verwendung
natürlicher Materialien
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