Kinderleben -Eine Zukunft für Strassenkinder
Partner von "RASMI" für das Projekt "Schule des Lebens"

Rita Haberkorn: Nachlese zu meiner Herbstreise 2004

Die Schule des Lebens nach einem Jahr Entwicklungszeit
Das Bistro und andere neue Bauten Wenn man heute zur Farm fährt, weist eine neue große
Tafel auf die Schule des Lebens und ihre thailändische Trägerschaft hin. Gleich hinter dem Tor
entsteht rechter Hand ein Haus, in dem Yothin, der pädagogische Leiter, wohnen wird und zwei
weitere Lehrer einen Raum haben.
In der ersten Etage werden die Kinder später einmal Bücher
finden, Ruhe zum konzentrierten Lesen und Material für das Selbststudium. Dem gegenüber ist das
Bistro fast einweihungsbereit. Dieser Lernort wird sich zu dem ersten Excellence Center entwickeln,
i
n dem Jugendliche und Kinder die Grundkenntnisse in Ernährungs-und Gesundheitsfragen erwerben
und sich einige zu Sachverständigen für nordthailändische Spezialitäten entwickeln.
Sie lernen die Rolle des Gastgebers und werden gerne Gäste be-
wirten, die auf die Farm kommen. Aber die Gäste können nicht nur
über die Schultern der jungen Köche gucken, sondern auch eigene
Rezepte aus ihren Heimatländern beisteuern. Ein Basketballplatz
auf dem Gelände ist betoniert und wartet auf die Netze und
Körbe, damit er für diesen Zweck genutzt werden kann.
24 Jungen konnten jetzt aus ihren Provisorien in das erste große
Lern- und Wohnhaus umziehen. Sie haben im Erdgeschoss in
4 Räumen ihren neuen Platz gefunden. Das Obergeschoss wird
künftig zu Lernräumen ausgebaut.
Geschenke, die Gäste für die Kinder mitbringen können
Sicher ist es eine Verführung, die überladenen Kinderzimmer
zu Hause etwas zu erleichtern und damit gleichzeitig die
Hoffnung zu verbinden, bei den Kindern in unserem Projekt
damit Freude auszulösen. Vielleicht gelingt es. Sicherer aber
ist der Weg, danach zu fragen, womit man unsere Kinder auf
der Farm erfreuen kann. Was brauchen sie? Womit spielen sie
gerne? Joy fiel es nicht schwer, ohne langes Zögern folgende
aktuellen Wünsche zu nennen:
- warme Kleidung, denn im Winter wird es nachts empfindlich kalt. Noch nicht alle Kinder sind für diese Zeit ausreichend versorgt.
- Bettwäsche ( 1 x 2m)
- Badehosen und Badeanzüge
- Material, um Schmuck herzustellen (mit Perlen und Schnüren haben wir begonnen und viel
Begeisterung ausgelöst)
- Schulmaterial, Farben, Malpapier (kauft man am besten vor Ort, dort ist es billiger)
- Luftballons, Federballschläger und - bälle
- Zauberschnüre

In jedem Fall macht es Sinn, bei Joy nach der aktuellen Wunschliste zu fragen, um dann auch
wirklich das mitzubringen, was passt. Unsere Kinder haben nicht viel.
Und es ist gut, wenn das, was sie besitzen, nicht viel Platz einnimmt, den haben sie noch nicht in ihren Räumen.

Rita Haberkorn
Geschäftsführerin im Institut für den Situationsansatz der Internationalen Akademie für innovative
Pädagogik, Psychologie und Ökonomie (INA gGmbH) an der Freien Universität Berlin
und Dozentin an der Fachschule für Sozialpädagogik, Wiesbaden

Zu Nov. 2003: Rita Haberkorn, Impressionen zu meinen Begegnungen mit den Kindern
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