Kinderleben
-Eine
Zukunft für Strassenkinder Partner von "RASMI" (Rural and Social Management Institute) für das Projekt "Schule des Lebens" |
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AUßERGEWÖHNLICHER
WASSERFUND AUF DER FARM
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Chiang Mai 15.02.2004, Bericht von Prof. Dr. Jürgen Zimmer
Als die Situation der Wasserversorgung auf der Farm Suan Suoi Fha Sai – zur Schule des Lebens gehören dort inzwischen 31 Kinder und sechs Erwachsene - in den letzten Tagen immer kritischer wurde und das Wasser aus der kleinen Bachquelle zum Teil ganz wegblieb, entschlossen wir uns, den Bohrtrupp der zuständigen Behörde auch ohne bereits dafür vorliegende Spenden kommen zu lassen. Es kam ein Team mit schwerer Ausrüstung – einem transportablen Bohrturm, Aggregaten für die Energieversorgung und Bohrgestänge Die königliche Forstverwaltung hatte der Passage der Lastwagen und der Bohrung zugestimmt, der Bürgermeister gab als zu erreichendes Ziel der Wassersuche 5 Kubikmeter Wasser / Stunde vor. Als Festpreis waren 320.000 THB (ca. 6.600 Euro) ausgemacht. Yai, die Mutter von Joy, und ich gingen in Vorleistung für den Teil, den die Schule des Lebens beizusteuern hat. |
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Der leitende Ingenieur bestimmte als Ort der Bohrung einen Platz in der Senke am nordöstlichen Ende des Geländes und unternahm, bevor die Bohrungen begannen, eine Zeremonie, um die Mutter der Erde um Erlaubnis und Mithilfe zu bitten. Die Bohrung in zum Teil felsigem Untergrund führte in über 150 Meter Tiefe ohne ausreichendes Ergebnis. Lediglich in 106 Metern Tiefe wurde Wasser geortet, allerdings nur in einer Menge von 2 Kubikmetern / Stunde. |
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Bei dieser Bohrung ging das Gerät kaputt, so dass der Ingenieur die
Überzeugung äußerte, die Mutter der Erde sei ungehalten, möglicherweise deshalb, weil die Zeremonie vom Ingenieur – er hatte der Mutter der Erde einen Schweinskopf und eine Flasche Whisky zur Opferung versproch- en - und nicht von der Farmbesitzerin Joy durchgeführt worden sei. Der Bohrtrupp suchte nun nach einer anderen Stelle und fand sie nahe des Zufahrtsweges an der westlichen Grenze der Farm. An der vorgesehenen Bohrstelle führte Joy eine Zeremonie durch, betete lange und |
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versprach der Mutter der Erde die Opferung von fünf Schweinsköpfen. Dann wurde die Bohrung angesetzt. Als sie 50 Meter Tiefe erreicht hatte, gab es einen explosionsartigen Ausstoß von Wasser, so dass sich die Umstehenden erst einmal in Sicherheit brachten. Der Druck des Wassers war kaum zu bändigen. Der Ingenieur maß die Menge des Aus- stoßes und sagte, es seien 50 Kubikmeter pro Stunde. Er sagte, eine solche Menge habe er in seiner ganzen Lauf- bahn noch nicht erlebt. |
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Sie
seien auf ein Auge des Wassers gestoßen, das
für immer offen bliebe. Mit
dem Wasser könnten 80 Haushalte versorgt werden. Der Ingenieur unternahm mit Guava Blättern einen Test: Das Wasser sei frei von Eisen und anderen Metallen und von weicher Qualität. Es kommt in einer angenehmen Temperatur aus der vulkanischen Erde, nicht kalt und nicht heiß. Während des ganzen Vorgangs erklärten die Volontäre Anne, Lisa und Ilonka den Kindern die Vorgänge tief drunten in der Erde an Modellen und Zeichnungen. Die Gäste photographierten, und die Kinder spielten in großen Pfützen und duschten sich hinterher im dicken Wasserstrahl ab. Wir tranken das Wasser. |
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Zur
Sicherheit werden wir eine Wasserprobe von der Chiang
Mai Universität untersuchen lassen. Das Wasser kommt tief aus dem Felsen, und der Ingenieur zweifelt nicht daran, dass absolut rein ist. Es lagert dort seit Urzeiten. Der Ingenieur erfüllte sein Versprechen. Er schickte ein Dankgebet nach unten und opferte den Schweinskopf und die Flasche Whisky. Einen Tag später wird Joy ihr Versprechen erfüllen, und wenn der Akt der Opferung vorüber ist, werden die Kinder und alle auf der Farm, die keine Vegetarier sind, viel Schweinecurry genießen können. Jürgen Zimmer |
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